Ist Milch Gift?

Eine Antwort von einer wissenschaftsfanatischen Käseliebhaberin

Ist es natürlich, auch im Erwachsenenalter die Muttermilch einer anderen Spezies zu trinken? Sicher nicht. Tun wir Milchkühen damit einen Gefallen? Nein. Ist der Mensch evolutionär bedingt dazu gedacht, Kuhmilch zu verdauen? Nein.
Ist Milch Gift? Nein. Denn aus Milch kann man Käse machen! Und Käse ist super.
Und zwar enthält Käse genau wie Sojabohnen, Erbsen und Hühnerleber (Was esst ihr so? Gerade Letzteres kommt selten auf meinen Speiseplan…) die Mesoverbindung Spermidin. Spermidin ist ein kleines, einfach gebautes Molekül mit interessanten biochemischen Eigenschaften. Vordergründig katalysiert es einen bestimmten Typ von Enzymen. Das bedeutet, es hemmt die körpereigene Produktion von Stickoxiden, es verbessert den Transfer von Phosphaten in der DNA wie auch in unserem chemischen Energielieferanten ATP und regeneriert auf diesem Wege Muskelgewebe, rote Blutkörperchen und wie ein Versuch an Fruchtfliegen zeigte, besteht die Möglichkeit, dass Spermidin sogar Demenz vorbeugen kann.
Was heißt das jetzt konkret? Dass Käse, besonders, wenn er lange gereift ist, die Verbrennung aufgenommener Nahrung, also ihre Verfügbarkeit erhöht und den „Umbau“ von ATP in Körperfett hemmt, dass Käse bei Blutarmut und Muskelkater hilft und möglicherweise sogar das Gedächtnis verbessert. Solange es Käse gibt, kann also Milch kein Gift sein.

Rezept: Käsekekse (ergibt ca. 12 Kekse)

300 g Mehl

200 g Butter

100 ml Wasser

1 TL Salz

150 g Käse, gerieben

n.B. Petersilie

 

Alle Zutaten zu einem Mürbeteig verkneten und 1 Stunde kaltstellen. Anschließend ausrollen und mit einem Glas o.ä. runde Plätzchen ausstechen. Dabei darf der Teig ruhig 1 cm oder dicker sein. Nach Bedarf mit etwas Petersilie und/oder Butter garnieren, dann 20-25 Minuten bei 180°C backen.